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flexible Grundschule

Jahrgangsgemischte Klassen

Die Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe werden gemeinsam unterrichtet. Dabei werden die Lerninhalte im Klassenverband erarbeitet, geübt und gefestigt. Die Schülerinnen und Schüler der ersten Jahrgangsstufe lernen ihre älteren Klassenkameraden als Partner kennen, die ihnen helfend zur Seite stehen. Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Jahrgangsstufe erfahren sich in diesem Zusammenhang als kompetent und erkennen ihren bereits erreichten Lernfortschritt.

Die Lehrkraft plant und organisiert gemeinsame Lernaufgaben, die den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder Rechnung tragen. Kooperative Lernformen und Methodenvielfalt kennzeichnen die Unterrichtsarbeit.

 

Flexible Verweildauer

Schülerinnen und Schüler können die flexible Eingangsstufe in einem, zwei oder drei Schuljahren durchlaufen. Vor einem Wechsel in die dritte Jahrgangsstufe sollte das Kind sicher bis 100 rechnen und sicher lesen und schreiben können. Kinder, welche schon mit sehr großen Vorkenntnissen in die Schule kommen, können nach dem ersten Schuljahr in die dritte Jahrgangsstufe wechseln. Wenn sich abzeichnet, dass ein Kind am Ende des zweiten Schulbesuchsjahres noch keine gesicherten Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen erworben hat, so kann es ein drittes Schuljahr in der flexiblen Eingangsstufe verbleiben. Dieses Jahr wird nicht auf die Pflichtschulzeit angerechnet und gilt daher nicht als Wiederholung.

Lernrückmeldung und Leistungserhebung

Individuelle Lernwege erfordern vielfältige Formen der Leistungserhebung und Leistungsmessung. Reflexionsrunden und Rückmeldungen durch die Lehrkraft schließen an den Unterricht an. Leistungserhebungen können in schriftlicher, mündlicher und praktischer Form erfolgen. Lerntagebücher, Portfolios und Weißblatt-Tests ergänzen die Auswahl.

 

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Eltern erhalten durch Gespräche Rückmeldung über den Lernstand ihres Kindes. Anstelle des Zwischenzeugnisses tritt ein Lernentwicklungsgespräch zwischen dem Kind und der Lehrkraft, das die Erfolge des Kindes würdigt und Wege aufzeigt, wie Defizite gemeinsam behoben werden können.

 

Individualisierende Lernangebote

Neben der Wochenplanarbeit richten sich die Lernangebote und Materialien nach dem Lernfortschritt des einzelnen Kindes. Umfang und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sind dem angepasst.

 

Erhebung der Lernausgangslage

Am Schulanfang wird festgestellt, welche Vorkenntnisse ein Kind mitbringt. Darauf baut die Planung und Gestaltung des Unterrichts auf. Die Arbeit an jedem neuen Lerninhalt beginnt mit einer Ist-Stand-Feststellung und stellt die (Vor-)Kenntnisse und Kompetenzen der Kinder in den Mittelpunkt.

Anknüpfen an vorschulische Bildung und Erziehung

Die Kinder kennen die Prinzipien jahrgangsgemischter Lerngruppen aus dem Kindergarten. Die Unterschiedlichkeit aufgrund des Alters wird dort als normal angesehen und beim gemeinsamen Spielen und Lernen genutzt. Die Kinder erfahren die Schuleingangsphase als eine Fortsetzung ihrer bisherigen Erfahrungen. Zudem treffen sie in ihrer Klasse wieder auf ihre Freunde aus dem Kindergarten, die im Vorjahr eingeschult wurden.